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Vom Rausch in Orient und Oxident

Schamanismus und archaische Ekstasetechnik

Morphium - Erzählungen und Erinnerungen

Annäherungen - Drogen und Rausch

Kleine Kulturgeschichte des Rausches seit dem Garten Eden

Die Macht der Trunkenheit

Das Ritual der Drogen

Rausch und Realität - Drogen im Kulturvergleich

































INHALTSVERZEICHNIS
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Methodik

Es handelt sich bei meiner Arbeit im wesentlich um eine kumulative, um eine Sichtung und Sammlung bestehender Arbeiten zu den oben genannten Themen. Diese Arbeiten stammen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen, und ich habe versucht, nach bewährter interdisziplinärer Manier der Sozialpädagogik die wichtigsten Erkenntnisse aus mehreren Disziplinen zusammenzufassen.

Die wichtigsten Arbeiten stammen aus dem historischen Bereich  (vor allem aus der Sozial‑, Sprach-, Medizin‑ und Pharmaziegeschichte), sowie der Psych­iatrie und Suchtforschung. Zur Ergänzung und Erklärung kamen einige Arbeiten aus den Disziplinen Philosophie, Anthropologie und Literaturwissen­schaft hinzu.

Ich habe jedoch nicht nur Informationen angehäuft, sondern wollte und mußte sie bei der Fülle auch nach größeren Zusammenhängen auswerten. Dabei habe ich mich meistens auf die wissenschaftlich plausibelsten Bewertungen anderer zu den Einzelthemen gestützt. In einigen wenigen Fällen habe ich auch bisher wenig beachtete Zusammenhänge gezogen, vor allem im sprachhistorischen Kapitel, etwa zur indogermanischen Wurzel des Wortes ‘Sucht’, oder zur semantischen Verknüpfung mit ‘suchen’ und ‘Sehnsucht’.

Ich habe die Form einer größtenteils historischen Arbeit gewählt, weil in der sozialpädagogischen Lehre der historische Blickwinkel auf ein Problemfeld eine allgemeine – und leider oft zu wenig erfüllte – Forderung ist. Auch in der Sucht-Fachliteratur wird der historischen Dimension des Problems meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Der Sinn dieser Arbeit aber ist es vor allem, einer der wichtigsten Eigenschaften praktisch tätiger SozialpädagogInnen - der Fähigkeit zur Selbstreflexion - Möglichkeiten zur Ausbildung zu geben. Für eine geglückte Selbstreflexion wäre es sinnvoll,  auch die eigenen - kulturell geprägten - Wertvorstellungen erkennen zu können, und ihre historisch gewachsene Bedeutung. Da die prägende Kultur für die meisten SozialpädagogInnen und ihren künftigen Arbeitsplatz im weiteren Sinne die des europäischen Bürgertums ist, könnte eine Beschäftigung mit den historisch gewachsenen Werten dieser Kultur m.E. nützlich sein.

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